Sterzing

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Sehenswürdigkeiten Sterzing

Altstadt mit Zwölferturm - Foto: Reinhard Kraasch - GFDL
Foto: Reinhard Kraasch - GFDL
Vom Untertorplatz über die Neu- und Altstadt bis zum Nordpark ist das Stadtzentrum von Sterzing Fußgängerzone. Bei einem Spaziergang durch die Neustadt fallen besonders die schönen Patrizierhäuser aus der Blütezeit der Stadt auf. Die Altstadt ist etwas schlichter gehalten, aber dennoch sehenswert. Neben den schönen Bauwerken befinden sich hier zahlreiche Geschäfte, Cafés und gemütliche Wirtshäuser.

Zwölferturm

Der Zwölferturm (ital. Torre delle dodoci) ist das Wahrzeichen der Stadt. Der 46 Meter hohe Turm trennt die Altstadt von der Neustadt. Zunächst bildete er das Obere Stadttor, später diente er lange Zeit als Sitz der Feuerwehr. Errichtet wurde das Bauwerk zwischen 1468 und 1472. Der rote gotische Spitzhelm brannte 1867 ab. Seither befindet sich an seiner Stelle ein steinerner Treppengiebel. Besichtigungen sind im Sommer im Zuge der Laternenparties oder von November bis Anfang Jänner anlässlich des Weihnachtsmarktes möglich.

Stadtpfarrkirche

Stadtpfarrkirche - Foto: Piergiuliano Chesi - GFDL
Foto: Piergiuliano Chesi - GFDL
Die ursprünglich romanische Kirche aus dem Jahr 1233 wird liebevoll „Unsere liebe Frau im Moos“ genannt. Das heutige Erscheinungsbild des idyllisch gelegenen Gotteshauses stammt aus der Spätgotik. Auffallend ist der, im Vergleich zum wuchtigen Schiff, extrem kleine Kirchturm. Wie der Name bereits sagt, steht die Kirche auf instabilem Moorgrund, was die Errichtung eines großen Turmes unmöglich machte. Im Zuge der Barockisierung wurden im Inneren farbenfrohe Fresken angebracht.


Postumia Victorina-Stein

Bei der Errichtung der Stadtpfarrkirche wurde 1497 dieser Römische Grabstein entdeckt. Das führte gleichzeitig zur frühesten „archäologischen“ Erwähnung eines Fundes im deutschsprachigen Raum. Die Dokumentation des Fundes ist Kaiser Maximilian zu verdanken, der den Auftrag dazu gab. Der Stein stammt vermutlich aus dem 2. oder 3. Jahrhundert und kann im Inneren der Kirche besichtigt werden.

Spitalkirche

Im Zentrum der Stadt am Stadtplatz liegt die Heilig Geist Spitalkirche, die zu den bedeutendsten Kirchen der Region gehört. Das äußere Erscheinungsbild ist eher schlicht, doch im Innenraum sind kunstvolle Fresken zu bewundern, die zu den wichtigsten Hinterlassenschaften der berühmten Pustertaler Malerschule gehören. Errichtet wurde zwischen 1399 und 1402 nicht nur die Kirche, sondern auch das Heilig Geist Spital. Dessen Zweck war nicht nur die Alten- und Krankenpflege, sondern es diente in seiner Funktion als Hospiz, auch als Quartier für Pilgerinnen und Pilger auf dem Weg nach Rom. Die Wichtigkeit der Pilgerfahrten für die Stadt Sterzing lässt sich übrigens auch an deren Wappen erkennen, das einen buckligen Pilger im Kapuzinermantel mit Krücke und Rosenkranz vor dem Tiroler Adler zeigt.

Rathaus in Sterzing - Foto: Matthias Süßen - GFDL
Foto: Matthias Süßen - GFDL

Rathaus

Das spätgotische Rathaus wurde zwischen 1468 und 1472 an der Stelle errichtet wo zuvor ein Bürgerhaus gestanden hatte. Besonders der Prunkerker und die Ratsstube, die zu den am besten erhaltenen in Tirol gehört, sind sehenswert. In den Räumlichkeiten fanden wiederholt historisch bedeutsame Versammlungen statt, wie z.B. der Notstandsrat im Bauernaufstand von 1525. Außerdem wurden hier auch unter anderem König Philipp von Spanien, Erzherzog Ferdinand, Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Josef II empfangen. Noch heute beherbergt das Rathaus Amtsräume der Stadtgemeinde. Die Ratsstube kann auf Anfrage bzw. im Rahmen von Stadtführungen besichtigt werden.


Mithrasstein

Im Innenhof des Rathauses kann eine Kopie des Mithrassteins besichtigt werden. Dieser Altarstein aus Kalk, der dem persischen Gott Mithras gewidmet ist, zeigt die Tötung eines Stiers. Er stammt aus römischer Zeit (ca. 200. n. Chr.) und wurde 1589 in einer Höhle bei Mauls, also an der Römerstraße, gefunden. 1797 wurde der Stein nach Innsbruck und danach nach Wien gebracht. 1925 wurde er vom italienischen Staat zurückgefordert. Das Original befindet sich momentan im Archäologiemuseum in Bozen.

Römischer Meilenstein

Ebenfalls im Innenhof des Rathauses befindet sich ein Römischer Meilenstein aus der Zeit des Baus der Römerstraße (201 n. Chr.). 1979 war man bei Bauarbeiten in der Schwalbengasse auf das antike Stück gestoßen.

Nepomukdenkmal

Vor dem Rathaus steht eine Statue aus weißem Marmor, die den Heiligen Nepomuk darstellt. Dieser ist ja nicht nur der Schutzpatron des Beichtgeheimnisses und der Verschwiegenheit, sondern auch der Schutzpatron der Brücken und gegen Wassergefahren. Aufgestellt wurde die Skulptur 1739 zum Schutz gegen Hochwasser und Muren, die der Vallerbach vor seiner Regulierung immer wieder verursachte.

Jöchlstuhrn - Piergiuliano Chesi - GFDL
Foto: Piergiuliano Chesi - GFDL

Jöchlstuhrn

Im Westen der Neustadt liegt dieser historische Ansitz, der aus mehreren Baudenkmälern besteht. Der mittelalterliche Stadtturm wurde im 15. Jahrhundert von der Bergbauunternehmerfamilie Jöchl zum Wohn- bzw. Verwaltungssitz ausgebaut. Die Anlage befindet sich – nachdem sie wechselnden adeligen Familien als Wohnsitz diente – heute in Familienbesitz der Grafen von Enzenberg. Von 1836 bis 1980 beherbergte das Anwesen das Bezirksgericht und andere Amtsräumlichkeiten. Die Bauten zeigen Strukturelemente aus den Bauphasen von der Gotik bis zum Barock. Besonders sehenswert sind die spätgotischen Holzdecken und Wandfresken. Darüber hinaus ist auch der Einfluss der Renaissance bemerkbar, der Sterzing – durch dessen rege Handelstätigkeit – früher als andere Tiroler Ort erreichte.


Multschermuseum und Stadtmuseum

Seit 1986 beherbergt das frühere Kommende (Kloster) des Deutschen Ordens das Multschermuseum und seit 1994 auch das Stadtmuseum. Das Multschermuseum zeigt Arbeiten des Bildhauers und Malers Hans Multscher (1400–1467), die er für den Altar der Sterzinger Pfarrkirche geschaffen hatte. Im Stadtmuseum in den barocken Sälen des ehemaligen Konvents sind Objekte aus der Geschichte des städtischen Lebens ausgestellt. Dazu zählen Dokumente und Objekte der Zünfte und Bruderschaften sowie Wandgemälde, die Sterzing und seine Umgebung zeigen.

Stadttheater und Stadtbühne

Im Jahr 2000 wurde das Stadttheater eröffnet, das nach Plänen des Architekten Albert Colz gebaut wurde. Das Gebäude verfügt über einen großen Theatersaal mit 430 Sitzplätzen und beherbergt darüber hinaus auch die Stadtbibliothek und ein Kino. Die Stadtbühne Sterzing (ehemals Kolpingbühne) besteht seit 1981 und hat seit 2001 im Stadttheater seine Spielstätte.

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